Schlagwort-Archive: Weeding

Immer noch ein Thema: Makulieren

Seit ich im letzten November entschieden habe, meine beruflichen ungekämmten Gedanken von den privaten zu trennen, wollte ich den Schritt vollziehen, wenn ich den ersten neuen bibliothekarischen Beitrag fertig habe. Es sollte darin ums Makulieren und um Bestandskonzepte gehen. Ich habe diesen Beitrag seitdem mehrmals umgeschrieben, fand ihn aber nie veröffentlichungsreif. Und das, obwohl ich auch hier nicht den Anspruch habe, fertige Gedankengebäude zu präsentieren, sondern ins unreine geschriebene Gedanken und Eindrücke. Trotzdem hatte ich das Gefühl, den Ton nicht richtig zu treffen und mich mit meinen in den eigenen Augen harmlosen und notwendigen Überlegungen in die Nesseln zu setzen.* Seit meinen ersten Erfahrungen mit dem Thema bei einem Projekt im Studium weiß ich aber, das es Leute gibt, die sehr empfindlich darauf reagieren, wenn die Idee präsentiert wird, dass Bibliotheken ihren Bestand kritisch unter die Lupe nehmen und Bücher, die nicht (mehr) in die Sammlung gehören mit mehr Enthusiasmus makulieren sollten. Vor allem, wenn dann noch die Überlegung kommt, dass es für einige dieser Bücher der beste Weg ist, sie endgültig zu entsorgen. Vermischt mit meinen Überlagungen zum Umgang von Bibliotheken mit unpassenden Büchern waren meine Gedanken zu meinem eigenen Umgang mit Büchern, die bei mir rumliegen und die ich nicht (mehr) lesen möchte.

Es scheint, dass ich mit diesem Beitrag zu lange gewartet habe, Dale Askey hat sich des Themas inzwischen in zwei ausführlichen und sehr lesenswerten Beiträgen auf seinem Blog angenommen. Er hat es auch sehr viel besser geschafft, den richtigen Ton zu treffen. Mir bleibt jetzt nur noch zustimmend zu nicken:

Why I no longer collect books

Why libraries should collect books

———————–

* Und im Beitrag Weeding habe ich mich früher schon mal mit dem Thema beschäftit, dort und in dem eingescannten Praktikumsbericht habe ich dann auch noch kein Blatt vor den Mund genommen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Meinungen

Weeding

sandraauswestfalen

Nach den Artikeln mit Fernsehtipps jetzt mal ein Beitrag mit Bibliotheksrelevanz. Ein paar ungeordnete Gedanken zu einem Thema, dass mir mehrmals im Studium sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis begegnet ist.

Vor meinem Studium war mir nicht wirklich bewusst, dass es auch zum Beruf einer Bibliothekarin gehört, Bücher systematisch aus dem Bestand zu entfernen. Natürlich kommt jeder mit ein bisschen Nachdenken darauf, dass Bibliotheken nicht unendlich groß sind und für neue Bücher alte weichen müssen. Im englischen Sprachraum spricht man da von weeding – und jäten ist dabei ein wirklich gutes Bild für diese Tätigkeit. Überzähliges und Störendes wird entfernt, damit der Rest des Bestandes Platz und Luft hat, um im besten Licht zu erscheinen. Eine Seite, auf der einige der bemerkenswertesten Auswüchse, die dabei in Bibliotheken gefunden wurden, präsentiert werden, findet sich hier: Awful Library Books.

Auch in meinem Praxissemester in der Schulbibliothekarischen Arbeitstelle der Bücherhallen…

Ursprünglichen Post anzeigen 252 weitere Wörter

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gedanken, Meinungen