Monatsarchiv: Februar 2013

Immer noch ein Thema: Makulieren

Seit ich im letzten November entschieden habe, meine beruflichen ungekämmten Gedanken von den privaten zu trennen, wollte ich den Schritt vollziehen, wenn ich den ersten neuen bibliothekarischen Beitrag fertig habe. Es sollte darin ums Makulieren und um Bestandskonzepte gehen. Ich habe diesen Beitrag seitdem mehrmals umgeschrieben, fand ihn aber nie veröffentlichungsreif. Und das, obwohl ich auch hier nicht den Anspruch habe, fertige Gedankengebäude zu präsentieren, sondern ins unreine geschriebene Gedanken und Eindrücke. Trotzdem hatte ich das Gefühl, den Ton nicht richtig zu treffen und mich mit meinen in den eigenen Augen harmlosen und notwendigen Überlegungen in die Nesseln zu setzen.* Seit meinen ersten Erfahrungen mit dem Thema bei einem Projekt im Studium weiß ich aber, das es Leute gibt, die sehr empfindlich darauf reagieren, wenn die Idee präsentiert wird, dass Bibliotheken ihren Bestand kritisch unter die Lupe nehmen und Bücher, die nicht (mehr) in die Sammlung gehören mit mehr Enthusiasmus makulieren sollten. Vor allem, wenn dann noch die Überlegung kommt, dass es für einige dieser Bücher der beste Weg ist, sie endgültig zu entsorgen. Vermischt mit meinen Überlagungen zum Umgang von Bibliotheken mit unpassenden Büchern waren meine Gedanken zu meinem eigenen Umgang mit Büchern, die bei mir rumliegen und die ich nicht (mehr) lesen möchte.

Es scheint, dass ich mit diesem Beitrag zu lange gewartet habe, Dale Askey hat sich des Themas inzwischen in zwei ausführlichen und sehr lesenswerten Beiträgen auf seinem Blog angenommen. Er hat es auch sehr viel besser geschafft, den richtigen Ton zu treffen. Mir bleibt jetzt nur noch zustimmend zu nicken:

Why I no longer collect books

Why libraries should collect books

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* Und im Beitrag Weeding habe ich mich früher schon mal mit dem Thema beschäftit, dort und in dem eingescannten Praktikumsbericht habe ich dann auch noch kein Blatt vor den Mund genommen.

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